There is no comfort in conquering

Samuel Henne

Vernissage: 
Freitag, 23. November 2012 - 19:30
24. 11. 2012 - 12. 1. 2013

Im Rahmen von eyes on, Monat der Fotografie Wien

Die fotografischen Arbeiten der Serie "there is no comfort in conquering" bewegen sich im Spannungsfeld einer sensiblen Spurensuche und präzisen Inszenierung. Alles in diesen Bildern ist gleichermaßen getragen von einer Sehnsucht nach unmittelbarer Welthaltigkeit wie auch nach dem reinen für sich stehenden Bild.

An den Grenzen des Mediums der Fotografie operierend und deren Rahmenbedingungen und Voraussetzungen befragend, experimentiert Henne subtil mit Raum und Flächenwirkung. Er wirft Fragen nach der Konstitution von Bildern und der Rolle des Betrachters bei der Konstruktion eines Bildes auf und lotet innerhalb der Arbeiten die Möglichkeiten der Fotografie aus. Das in den Arbeiten zunächst vordergründig erscheinende, Motiv der Landschaft tritt vor den, innerhalb der Bildmotive vorgenommenen, Eingriffen zurück und wird zum Setting der Bildkonstruktionen und somit Teil einer neuen Komposition, eines neuen Bildes.

Die Fotografien kennzeichnet ein nichtstatisches, passageres Klima, ein Charakter des Vorübergehenden, Flüchtigen und Fragilen. Dennoch geht es Henne um weit mehr als das Abbilden und Bewahren eines vergänglichen Moments. Seine Arbeiten markieren jenen Punkt, an dem die Dinge in ihrer Eigentümlichkeit kenntlich werden, und lenken den Blick abseits unserer Sehgewohnheiten auf die Randzonen der Wahrnehmung. Hennes Fotografien destabilisieren die gewohnten Wahrnehmungsmodalitäten und besitzen eine produktiv verunsichernde Kraft, die sich im Spannungsfeld von Sehen und Erkennen, Wahrnehmung und Projektion ausbreitet.

Samuel Henne studierte Freie Kunst an der HBK Braunschweig und war 2010 Preisträger des Wettbewerbs "Gute Aussichten - junge deutsche Fotografie“. In 2011 erhielt er den Preis des Kunstvereins Hannover und wurde bei der Plat(t)form des Fotomuseums Winterthur ausgezeichnet.