Made in China

José Pozo

25. 7. 2008 - 10. 9. 2008

Opening mit einer Lesung/Reflektion von Klaus Werner, Koautor des Buches „Schwarzbuch Markenfirmen“.

Eines der zentralen Themen von José Pozo ist die Welt der Arbeitenden und der Leistungs- und Konsumgesellschaf­ten mit ihren vielfältigen und aktuellen gesellschaftspo­litischen Fragen.

In seinem Werkzyklus „Made in China“ aus den Jahren 2007 und 2008 untersucht Pozo die Anforderungen der Gesellschaft an den Künstler und die Industrialisierung der Kunst durch den Kunstmarkt. Wie andere Waren unterliegt auch das Kunstwerk dem Produktionskre­islauf der modernen Welt.

Jozé Pozo bedient sich hierbei häufig klischeehafter Symbole. Einige seiner jüngsten Werke erinnern dadurch an die Ästhetik der Werbung, in der das Bild vom Schönen Leben dargestellt und generiert wird.

Auf diese Weise hinterfragt Pozo das von der Gesellschaft glorifizierte Bild der Wirtschaft, deren Gewinne auf Kosten der Arbeiterschaft erzielt werden und verweist auf die Realität der Arbeitenden und ihren Überlebens-Kampf.

Josè Pozo,

Der 1971 in Madrid/Spanien geborene Künstler studierte von 1992–1997 Malerei an der Universität der Bildenden Künste in Madrid und von 2002–2007 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Amelie von Wulffen. Seit 1994 hat er an verschiedenen Einzel- und Gruppenausste­llungen in Österreich, Spanien, Deutschland und der USA teilgenommen. Ab Ende Juli zeigt er seinen aktuellen Werkzyklus „Made in China“ in einer Einzelausstellung in der KRO ART Gallery in Wien.