Liberateli tutti

Costantino Ciervo

Vernissage: 
Freitag, 14. September 2012 - 19:00
14. 9. 2012 - 26. 10. 2012

Opening: Freitag 14.09.2012 19 h Eröffnungsmoderation Hartwig Knack
Ausstellungslaufzeit bis 26.10.2012

Der 1961 in Neapel geborene Künstler Costantino Ciervo lebt seit 1984 in Berlin. Ciervo konzentriert sich seit Ende der Achtziger Jahre vornehmlich auf Videoinstallationen, die von Arbeiten auf Papier vorbereitet oder ergänzt werden können. Seinen internationalen Durchbruch erreichte der Autodidakt mit der Teilnahme an der Biennale von Venedig 1993.

Obgleich seine thematischen Schwerpunkte wie etwa Globalisierung, Politik, Marktmechanismen, Kapitalismus, Gesellschaft und Kultur nahe legen, Ciervo produziere politische Kunst, versteht er sich selbst eher als Multimediakünstler, als aufmerksamer Beobachter, der Zusammenhänge des Weltgeschehens kritisch hinterfragt.

Ciervos intellektuell anspruchsvollen und substanziell in die Tiefe gehenden Arbeiten bestechen oftmals durch ihre Interaktivität, die interessierte BetrachterInnen unmittelbar zum Umgang mit Kunst animieren und zur Auseinandersetzung mit den transportierten Inhalten anregen. Das Sujet der Verbindung, Kommunikation und Wechselwirkung zwischen Mensch und digitalen Systemen vermittels von Kunst steht in diesen oft komplexen Werken im Vordergrund. Eine Programmatik, die sich wie ein roter Faden durch das Schaffen Ciervos zu ziehen scheint: Die Verflechtung von Technologie, Philosophie und Kreativität.

Hartwig Knack

2012 stand bei Costatino Ciervo im Zeichen der Auseinandersetzung mit Formen der Macht und möglicher Strategien der Befreiung, unter Verarbeitung von Textzitaten aus Machiavellis politisch-philosophischer Schrift “Der Fürst“ (1513), die im kommenden Jahr ihr 500. Jubiläum hat, und den Konterfeis gegenwärtiger Diktatoren, überschrieben mit der Aufforderung: „Destroy Linear Time.“ In diesen Kontext fügt sich auch die Ausstellung „Liberateli tutti“ in der Wiener Galerie Kro Art Contemporary.