Im Hotel

H.H. Capor / Elfriede Mejchar

30. 6. 2015 - 31. 7. 2015

Frühstück am 27.06.15 um 12h Ausstellungsdauer: von 30.06.15 bis 31.07.15

mit Arbeiten von: . H.H. Capor . Elfriede Mejchar

H.H.CAPOR Aus der Serie „Vom Reisen…“

Ich fliege in eine Stadt die mir fremd ist, fahre ins Hotel und verlasse es nicht. Meinen AssistentInnen überreiche ich eine Agfa Clack Kamera. Sie flanieren für mich durch die Metropolen und belichten die acht Bilder des Rollfilms. So wie viele Touristen sehe ich ihre Ergebnisse erst nachträglich. Die Bilder, die sie mir von draußen bringen, werden übereinander montiert; die Eindrücke verschwimmen, werden schemenhaft, zeigen ihre Flüchtigkeit wie nach dem Betrachten von tausenden digitalen Urlaubsfotos am Bildschirm. Ich kann währenddessen gemütlich im Hotelzimmer sitzen, die Aussicht genießen, eine Zigarre rauchen, ein Getränk mixen, lesen, Filme schauen und mich selbst fotografieren.

ELFRIEDE MEJCHAR Aus der Serie „Im Hotel 1970 – 1984“

… Über einem Tisch ein schmaler Spiegel, in dem wir eine Tuchent auf einem Bett erblicken, hinter der sich auch ein zusammengekauerter Mensch verbergen könnte; das Ambiente provinziell, das Setting geheimnisvoll, denn die Fotografin ist nicht im Spiegel zu sehen, aber ohne sie gäbe es das Foto nicht. …Wer die österreichische Provinz der 70er und 80er Jahre kannte, in der die reisende Fotografin ihre Hotelzimmer ablichtete, weiß, was es heißt, sich in einer als unendlich empfundenen Welt der Endlichkeit der menschlichen Existenz bewusst zu werden – eine der gängigen Erklärungen der melancholischen Stimmung. …

Zitat aus: „Melancholie ist das Vergnügen, traurig zu sein.“ von Peter Zawrel (aus dem Katalog „Melancholie“ zur gleichnamigen Ausstellung im kunstraumarcade in Mödling)