Com-x

CX Huth (D), Martin Melicherčík (SK), Matthias Peyker (A), Rado Repický (SK), Kinki Texas (D)

1. 7. 2010 - 25. 9. 2010

Piktogramme, Comix, Streetart: die Welt der schnellen Symbolkunst

Das Piktogramm, das der schnellen Orientierung im Alltagsleben dient, wird in der Kunst zum auf den Punkt gebrachten Ideenvermittler. Ein einziges Symbol, das eine Reihe an Assoziationen beim Betrachter in Gang setzt – ein einziges Sujet, das eine ganze Geschichte zu erzählen vermag… Icons sind zumeist in der Bildsprache des Comic angesiedelt…
Einfach lesbar, schnell und deutlich erkennbar und vermittelbar, einprägsam durch die einfache Linienführung. Manga, die asiatische Ausprägung des Comics, bedeutet "spontanes Bild" und erklärt hiermit treffend das Wesen desselben.
Auch die Zeichensprache und Ästhetik von Streetart und Graffitis fischt im gleichen Teich.
Gearbeitet wird hier mit den verschiedensten Medien (Marker, Pinsel und Malerrollen, Sprühdosen, Aufkleber, Poster etc.).

CX Huth: Die Pop-Kultur eröffnet CX Huth ("Pop goes my world") eine ihm eigene Ausdrucksweise. Huth zeichnet und malt graffitiartige Text-Bild-Kompositionen, eigenartige Geschichten auf Leinen, Papier, Druckplatten, Badewannen,...
Wobei auch Klebebänder, die unterschiedlichen Weißtöne der Papiere, Abnützungserscheinungen und zufällige Malheurs als Mittel zum Zweck dienen.

CX Huth (1964, D) lebt und arbeitet in Berlin als Illustrator und Comic Künstler.

Martin Melicherčík: Die Sprache der Werbung ist unverkennbar in Martin Melicherčík’s Arbeit. Er schöpft aus dem Repertoire der aktuellen Grafik- Comic- u. Cartoon- Techniken. Sowohl Pictogramme als auch Logos setzt er in neuen Kontext und spielt hierbei mit den Bedeutungen und Assoziationen des Betrachters.

Martin Melicherčík (1977, SK) Studium Grafikdesign an der Universität der Bildenden Künste in Bratislava. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Matthias Peyker: "A Thousand Fuegos", die musikalische Ausprägung von Matthias Peykers prometheischem Feuer – ein Sound- Soloprojekt, das in der Live-Umsetzung mit wechselnden Persönlichkeiten besetzt wird – arbeitet an Verwischungen und Uneindeutigkeiten. So hält "A Thousand Fuegos" eine Balance zwischen unaufdringlicher Mystik und filigranem Songwriting. Eine Geschichte vom freundlichen Okkultismus, die auf der Bühne möglicherweise ganz anders erzählt wird – alles wieder offen. Diesen konzeptuellen Vorgaben bleibt Peyker durchwegs auch in der Bildenden Kunst treu. Experimentelles Forschen, Verbinden, Verschränken, Ineinandergreifen und Überblenden der unterschiedlichsten Medien und Techniken – geben am Ende dieses Prozesses eine hochcharismatische visualisierte Chaostheorie.

Matthias Peyker (1983, A), Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien, Studium der Grafik an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Gunther Damisch. 2006 Gründung des Musikprojekts "A Thousand Fuegos".

Rado Repický ist inspiriert von Street Art, Dadaism, Comics und Zen Buddhismus.
Lösen von erstarrten Strukturen und Stereotypen ist bei ihm eine wesentliche Antriebsfeder seines Tatendrangs. Dabei orientiert er sich auch gerne an der unverfälschten und von den Normen der Gesellschaft unbeeinflussten Bildsprache von Kindern und Art Brut. Seine Phantasiewelten bevölkern nicht nur Leinwände oder Zeichenpapierbögen – unverhohlen machen sie sich auch über Alltagsgegenstände, Wände, Fußböden und Gebäude her – eine friedliche (Zen Budismus) und höchst fröhliche Invasion.

Rado Repický (1984, SK) Studium an der TU Košice, Faculty of Art. Zahlreiche Ausstellungen in der Slovakei, Polen und Deutschland.

Kinki Texas: Jede der phantasievoll-grotesken Kunstwerke des Bremer Künstlers Kinki Texas bildet einen in sich geschlossenen, von Zombies, Cowboys, Comic-Figuren und Fabelwesen bewohnten Mikrokosmos, in dem diese skurrilen Gestalten sich zwischen Trash und Glamour bewegen. Kinki Texas Schwerpunkt liegt auf Zeichnungen, 3D-Animationen und Leinwandarbeiten.

Kinki Texas (alias Holger Meier, 1969, D) Studium der Literatur und Philosophie an der Universität Bremen. Seit 1987 nimmt er an Ausstellungen im In- und Ausland teil.